FIEBER

Ein Journal in Zeiten von Corona

Die Chronik eines FrÜhlings im Ausnahmezustand

«Fieber» ist ein persönlicher, tagebuchartig verfasster Text-Bild- Essay über die Zeiten der Pandemie. Der Autor schildert darin seine Sicht auf die Ereignisse rund um die Coronakrise – mal im informierenden, aufklärenden, mal im witzigen, (selbst)ironischen, mal im zornigen Ton. Immer präsent ist dabei die Frage: Was macht Corona mit der Welt – der eigenen wie auch jener, die uns umgibt?

 

Ergänzt werden die Schilderungen durch Schwarzweissfotografien von Alexander Egger, aufgenommen während des Lockdowns in Bern.

 

Entstanden ist nicht nur eine Chronik eines bewegten Frühlings, sondern auch ein kluger und hinterfragender Essay über die lokalen und globalen Auswirkungen der Krise. Was passiert mit dem Menschen in der Krise? Was mit dem Quartier, was mit der Stadt? Was mit der Welt?


 «Fieber» – Ein Jahr danach.

Susann Trachsel, Verlagsleiterin Sachbuch, Stämpfli Verlag, im Gespräch mit Samuel Geiser und Alexander Egger



CANTONALE BERN JURA MOUTIER


VOM WESEN DER ELEMENTAREN SEEWESEN

«In den Tiefen des Sees der vier Waldstätte leben, den Menschen unbekannt, geheimnisvolle Fabelwesen. Die meisten von ihnen sind wahre Ungeheuer. Ganz selten steigen sie aus den Tiefen auf, um knapp unter der Oberfläche zu jagen. Dann sind sie während des Bruchteils einer Sekunde sichtbar, bevor sie wieder abtauchen.»

 

Dies schreibt Alexander Egger (*1946) zu seinen zwei Fotografien, die im Kunsthaus  Interlaken an der Cantonale 2020/21zu sehen waren . Egger spielt dabei gezielt mit unserer Wahrnehmung, unseren Assoziationen. Er zeigt uns vermeintlich Bekanntes immer so, dass wir ins Grübeln geraten. So fotografierte Egger für die Werke im Kunsthaus vermeintlich Banales – welliges Wasser mit Reflexionen am Schiffsanleger in Luzern. Dies tat er jedoch in Serie, wobei er daraus gezielt die Momentaufnahmen auswählen konnte, wo das Motiv vom konkreten ins abstrakte Formenspiel kippt.

 

In älteren seiner Serien wählte Egger oft «traditionelle» fotografische Verfahren, etwa ungewöhnliche Ausschnitte oder grossformatige Abzüge, um das Motiv zu verunklären. Er wendet, obschon er digital fotografiert, bewusst keine Effekte an, welche erst der Computer ermöglicht... Hier in Interlaken zerfliessen die Reflexionen auf ganz natürliche Weise zum faszinierenden, gar unheimlichen Ornament.

‒ Adrian Dürrwang



DIE VIER ELEMENTE – EIN ALL

Copyright Alexander Egger


REVEREND BEAT-MAN

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